Startseite Deutschland-Politik
Unsere Heimat
Jeder Mensch in jedem Land, in jedem Volk, in jedem Alter, in jedem Geschlecht möchte in Frieden und Freiheit leben.
Zum Frieden gehört, daß der Mensch in einer Umgebung lebt, die er kennt und
die ihm vertraut ist;
es gehören dazu Menschen, die mit ihm verwandt sind; und andere Menschen, die
er kennt und deren Eigentümlichkeiten, deren Sprache und Schrift ihm vertraut
sind;
es gehört dazu, daß er ein Grundverständnis mit anderen Menschen hat,
ähnliche Gedanken, einen ähnlichen Glauben, ähnliche Werte;
es gehört dazu, daß er in Begegnungen mit anderen Menschen nicht angegriffen
wird, daß er geachtet wird;
es gehört auch besonders dazu, daß er eine Aufgabe hat, die er erfüllen kann,
die ihn aber nicht überfordert.
Zur Freiheit gehört, daß der Mensch seine Grundbedürfnisse erfüllen kann ohne Not: daß er genug zu essen hat, genug zu kleiden, eine Wohnung in Wärme und Trockenheit.
In der heutigen Zeit wird alles getan, damit der Mensch seine Heimat
verliert:
Die gemeinsame Religion einer Region zerbrach nach dem ersten und vollends nach dem
zweiten Weltkrieg; die Religion als solche verschwindet fortlaufend immer mehr;
durch Umzüge - oft berufsbedingt - zerfällt die Familie der Eltern; durch
Leben alleine oder in Partnerschaft ohne Kinder gibt es keine eigene Familie der
Zukunft;
die Sprache der Umgebung wird zunehmend fremd durch Menschen, die eine andere
Sprache sprechen (diese Heimatlosigkeit gilt natürlich auch für die Menschen,
die hierher kommen aus dem Ausland und bei denen alles und noch mehr Frühere zerbrochen,
abgebrochen ist); die Schrift wird heute zusätzlich bewußt verändert, sodaß
hier eine Fremdheit eintritt;
die Achtung vor dem anderen Menschen verschwindet, sobald dieser kein Geld oder
keine Lebensaufgabe mehr hat.
Der Mensch hier hat in der Regel genug zu essen, genug der Kleidung und eine
warme und trockene Wohnung.
Aber er kapselt sich in diesen Errungenschaften ein; er zerfällt zum passiven
Konsumenten.
Ohne Glauben und Tun mit anderen, in der Gemeinschaft, bliebt er alleine, bleibt er heimatlos.
Es scheint, als ob dieser Zustand bewußt herbeigeführt und gefördert wird.
Warum?
Ist der heimatlose Mensch besser zu lenken und leiten, besser zu fangen?
Der Mensch sucht und sehnt sich nach Geborgenheit.
Jeder Mensch, in jedem Volk, in jedem Staat dieser schönen Erde.
Jeder sehnt sich nach Heimat.
Wenn der Staat die Heimat zerbricht - und das geschieht überall, in der ganzen Welt -, dann sollten sich die Menschen zusammenschließen, sollten eine geistige Einheit bilden, eine Heimat im Geiste suchen - die aber auch darauf abzielt, eine Einheit und Gemeinsamkeit, eine Heimat auch hier in der Welt zu schaffen.
28.11.2004 RT